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Klausurtaktik im Zivilrecht: Wie du mit System punkten kannst

Das Zivilrecht stellt für viele Studierende die größte Herausforderung in der Klausur dar. Die Masse an Anspruchsgrundlagen, die komplexen Verweisungen innerhalb des BGB und die zahlreichen Meinungsstreitigkeiten machen es schwer, eine überzeugende Lösung zu entwickeln. Doch wer mit System arbeitet, kann sich einen klaren Vorteil verschaffen. Eine gut strukturierte Klausurtaktik hilft nicht nur dabei, Fehler zu vermeiden, sondern auch wertvolle Punkte zu sammeln. Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer klaren Vorgehensweise, die sicherstellt, dass alle relevanten Punkte geprüft werden, ohne sich in unwichtigen Details zu verlieren.

Die wichtigste Regel im Zivilrecht lautet: Den Sachverhalt systematisch in Anspruchsgrundlagen zerlegen. Anstatt unkoordiniert verschiedene Normen zu prüfen, sollte jede Klausurbearbeitung mit einer präzisen Erfassung der möglichen Ansprüche beginnen. Die zentrale Frage lautet immer: Wer will was von wem woraus? Sobald diese Struktur festgelegt ist, kann die Prüfung beginnen.

In der Klausur hat sich die dreistufige Prüfungsmethode bewährt. Zunächst werden vertragliche Ansprüche geprüft, dann gesetzliche Schuldverhältnisse und schließlich sachenrechtliche oder deliktische Ansprüche. Viele Studierende machen den Fehler, sich sofort auf eine einzelne Norm zu stürzen, ohne vorher das große Ganze zu überblicken. Dadurch kann es passieren, dass naheliegende Anspruchsgrundlagen übersehen oder wichtige Subsumtionen nicht sauber durchgeführt werden. Eine kurze Gliederung vorab kann helfen, den roten Faden nicht zu verlieren.

Ein weiterer häufiger Fehler ist die unsaubere Anwendung des Gutachtenstils. Gerade im Zivilrecht ist es essenziell, jede Prüfung logisch aufzubauen. Wer Definitionen einfach nennt, ohne sie am Sachverhalt zu überprüfen, verliert wertvolle Punkte. Das Prinzip ist immer dasselbe: Zuerst die Rechtsfrage formulieren, dann die Definition nennen, anschließend den Sachverhalt unter die Norm subsumieren und schließlich ein Ergebnis ziehen. Besonders in Fällen mit Meinungsstreitigkeiten kommt es darauf an, die Argumente strukturiert darzulegen. Die beste Methode hierfür ist die Streitstandsdarstellung mit einer eigenen Stellungnahme am Ende.

Ein weiterer Schlüssel zum Erfolg ist effektives Zeitmanagement. Viele Studierende verlieren sich in Nebenproblemen und kommen dann nicht mehr dazu, alle relevanten Punkte zu bearbeiten. In der Klausur ist es entscheidend, Prioritäten zu setzen und die wichtigsten Fragen ausführlich zu behandeln, während Randprobleme knapp dargestellt werden. Eine sinnvolle Einteilung ist es, etwa 10 Minuten für die Erfassung des Sachverhalts und die Gliederung zu nutzen, 70 Prozent der Zeit für die eigentliche Bearbeitung aufzuwenden und am Ende mindestens 10 Minuten für die Kontrolle zu reservieren.

Auch das richtige Zitieren von Normen spielt eine wichtige Rolle. In der Hektik der Klausur kann es passieren, dass Paragrafen falsch angegeben oder gar nicht genannt werden. Besonders ärgerlich ist es, wenn der richtige Anspruch geprüft wird, aber der Bezug zum Gesetz fehlt – denn ohne korrekte Normverweise wird die Argumentation schnell unklar. Wer sich angewöhnt, bereits im Studium konsequent Normen exakt zu zitieren, vermeidet diese Fehler und wirkt in der Klausur souveräner.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Erfolg im Zivilrecht nicht allein vom Wissen abhängt, sondern vor allem von einer durchdachten Strategie. Wer sich vorab eine klare Struktur zurechtlegt, systematisch prüft und sich nicht in Detailfragen verliert, hat die besten Chancen auf eine gute Note. Entscheidend ist es, den Überblick zu behalten, methodisch sauber zu arbeiten und eine klare Argumentation zu führen. Mit der richtigen Klausurtaktik wird selbst das komplexeste zivilrechtliche Problem beherrschbar.

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