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Warum viele im Examen scheitern – und wie du es besser machst

Das erste juristische Staatsexamen ist der große Endgegner des Jurastudiums. Es entscheidet über Karriereaussichten, Referendariatsplätze und nicht selten auch über das persönliche Selbstwertgefühl. Die Durchfallquoten sind erschreckend hoch, und selbst viele derjenigen, die bestehen, erreichen nicht die erhoffte Note. Doch woran liegt es, dass so viele Studierende im Examen scheitern? Sind sie einfach nicht klug genug? Haben sie zu wenig gelernt? Oder gibt es tiefere, strukturelle Gründe, die zum Misserfolg führen?

Tatsächlich gibt es einige immer wiederkehrende Muster, die sich bei gescheiterten Examenskandidaten erkennen lassen. Doch die gute Nachricht ist: Wenn man die Fehler kennt, kann man sie vermeiden. Wer systematisch an den richtigen Stellschrauben dreht, kann seine Erfolgschancen erheblich steigern – und das, ohne sich bis zur völligen Erschöpfung in der Bibliothek einzusperren.


Das falsche Mindset: Warum viele sich selbst im Weg stehen

Einer der häufigsten Gründe für ein Scheitern im Examen liegt nicht in mangelndem Wissen, sondern in einer falschen Herangehensweise. Viele Studierende setzen sich selbst enorm unter Druck und haben eine regelrechte Prüfungsangst. Sie glauben, dass sie das Examen nur bestehen können, wenn sie jede noch so kleine Norm auswendig kennen und jedes Urteil der letzten Jahre im Kopf haben.

Diese Denkweise ist jedoch fatal. Jura ist kein Fach, in dem reines Wissen über Erfolg oder Misserfolg entscheidet. Viel wichtiger ist die Fähigkeit, mit unbekannten Problemen umzugehen und kreative, saubere Lösungen zu entwickeln. Wer sich darauf versteift, bloß Fakten zu pauken, ohne ein tiefes Verständnis für die Methodik zu entwickeln, wird in der Klausur schnell an seine Grenzen stoßen.

Erfolgreiche Examenskandidaten haben eine andere Denkweise. Sie akzeptieren, dass sie niemals „alles“ wissen können, und konzentrieren sich stattdessen darauf, mit den vorhandenen Ressourcen das Bestmögliche zu machen. Sie gehen mit einer offenen, analytischen Herangehensweise in die Prüfung und haben keine Angst davor, auf Probleme zu stoßen, die sie noch nie zuvor gesehen haben.


Falsche Lernstrategien: Warum viele den Stoff nicht nachhaltig verinnerlichen

Viele Studierende verbringen Jahre damit, Skripte zu lesen, Lehrbücher zu wälzen und sich Zusammenfassungen zu erstellen – und trotzdem bleibt das Gelernte nicht hängen. Das Problem ist, dass die meisten Lernmethoden, die in der Schule noch funktioniert haben, für das juristische Staatsexamen schlicht nicht ausreichen.

Das bloße Lesen von Lehrbüchern oder das Markieren von Textstellen führt nicht dazu, dass der Stoff langfristig im Gedächtnis bleibt. Auch das lineare Durcharbeiten eines Skripts von vorne bis hinten ist ineffektiv, weil Jura kein Fach ist, das sich in einer simplen Reihenfolge erschließt. Vielmehr muss Wissen aktiv angewandt und verknüpft werden, damit es wirklich verstanden wird.

Erfolgreiche Studierende setzen auf Methoden, die nachhaltiges Lernen fördern. Dazu gehören etwa die Bearbeitung von Fällen, das Schreiben eigener Gutachten und die Anwendung des Gelernten auf neue Sachverhalte. Statt passiv Wissen aufzunehmen, trainieren sie aktiv ihr juristisches Denken und gewöhnen sich früh an die Anforderungen der Klausuren.

Eine der besten Lernmethoden ist das sogenannte „aktive Abrufen“. Dabei versucht man, sich das Gelernte aus dem Gedächtnis zu rekonstruieren, anstatt es einfach nur nachzulesen. Wer sich beispielsweise eine Norm anschaut und dann selbst formuliert, was sie bedeutet und wie sie angewendet wird, speichert die Informationen viel tiefer im Gehirn ab.


Mangelnde Klausurpraxis: Warum viele in der Prüfungssituation scheitern

Ein weiteres großes Problem ist, dass viele Studierende zwar theoretisch gut vorbereitet sind, aber zu wenig Klausurerfahrung haben. Sie wissen vielleicht, wie eine juristische Prüfung aufgebaut ist, haben aber nie unter echten Bedingungen trainiert.

Das Schreiben einer Klausur ist eine eigene Fähigkeit, die sich von reinem Wissen deutlich unterscheidet. In der Prüfung geht es nicht nur darum, ob man das Gesetz kennt, sondern vor allem darum, wie man es in einer begrenzten Zeit sauber und überzeugend anwendet. Wer nicht regelmäßig unter Zeitdruck Fälle löst, wird in der Examenssituation schnell überfordert sein.

Viele Studierende machen den Fehler, sich zu lange mit dem Lernen von Theorie zu beschäftigen und erst kurz vor dem Examen mit dem Klausurentraining zu beginnen. Doch das ist viel zu spät. Erfolgreiche Kandidaten schreiben während ihrer Vorbereitung mindestens zwei Klausuren pro Woche und simulieren die Examenssituation so oft wie möglich.

Dabei ist es wichtig, nicht nur zu schreiben, sondern auch gezielt zu analysieren, welche Fehler gemacht wurden. Wo wurde zu oberflächlich subsumiert? Wurde die richtige Anspruchsgrundlage gewählt? War die Argumentation stringent? Nur wer seine eigenen Schwächen erkennt und gezielt daran arbeitet, kann sich kontinuierlich verbessern.


Schlechtes Zeitmanagement: Warum viele die Klausur nicht zu Ende schreiben

Ein unterschätzter, aber entscheidender Faktor ist das Zeitmanagement in der Prüfung. Viele Studierende verlieren sich in Details und schaffen es nicht, alle Aufgaben innerhalb der vorgegebenen Zeit zu bearbeiten. Besonders gefährlich ist es, wenn man sich zu lange mit dem ersten Teil der Klausur beschäftigt und dann für die späteren Fragen nicht mehr genug Zeit hat.

Erfahrene Kandidaten haben eine klare Strategie: Sie setzen sich feste Zeitlimits für jede Aufgabe und halten sich strikt daran. Sie wissen, dass eine perfekte Antwort für einen Teilbereich wertlos ist, wenn dadurch eine andere Frage gar nicht beantwortet wird.

Eine bewährte Methode ist es, zunächst einen Überblick über die gesamte Klausur zu gewinnen und dann systematisch die Zeit einzuteilen. Wer von Anfang an eine klare Strategie hat, kommt in der Prüfung nicht in Panik und kann souverän arbeiten.


Mentale Stärke und Durchhaltevermögen: Warum Resilienz der Schlüssel zum Erfolg ist

Das Staatsexamen ist ein Marathon, kein Sprint. Viele Studierende unterschätzen, wie belastend die lange Vorbereitungszeit sein kann und wie wichtig es ist, auch mental stark zu bleiben.

Ein häufiger Fehler ist es, sich selbst zu überfordern und in eine Erschöpfungsspirale zu geraten. Wer ständig unter Hochdruck lernt, ohne sich Pausen zu gönnen, wird irgendwann an Konzentration verlieren und weniger effizient lernen. Erfolgreiche Kandidaten wissen, dass Ausgleich genauso wichtig ist wie Fleiß. Sie setzen auf eine ausgewogene Mischung aus Lernen, Sport und Erholung, um langfristig leistungsfähig zu bleiben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die richtige Einstellung zu Fehlern. Wer sich von Rückschlägen entmutigen lässt, verliert schnell die Motivation. Stattdessen sollte man Fehler als Chance sehen, sich zu verbessern. Jeder falsch gelöste Fall, jede misslungene Klausur ist eine Gelegenheit, daraus zu lernen und es beim nächsten Mal besser zu machen.


Fazit: Wie du es besser machst

Das Scheitern im Examen hat oft weniger mit mangelnder Intelligenz zu tun als mit falschen Lernstrategien und einer unzureichenden Vorbereitung. Wer sich frühzeitig mit den typischen Fehlern auseinandersetzt, kann gezielt gegensteuern und seine Chancen erheblich verbessern.

Der Schlüssel zum Erfolg liegt in einer klugen, nachhaltigen Lernstrategie, regelmäßiger Klausurpraxis und einer mental starken Herangehensweise. Wer sich nicht von Perfektionismus lähmen lässt, realistische Ziele setzt und konsequent trainiert, wird das Examen nicht nur bestehen, sondern auch mit einer starken Note abschließen.

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