Die Ergebnisse der DECAF-Studie aus JAMA 2025: Regelmäßiger Kaffeekonsum senkt das Risiko für Vorhofflimmern

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Die Debatte über die gesundheitlichen Auswirkungen von Kaffee begleitet Studierende seit Jahrzehnten. Kaum ein anderes Getränk ist so fest mit intensiven Lernphasen, Examensvorbereitung und langen Bibliotheksnächten verbunden. Gleichzeitig hält sich die Sorge, Kaffee könne Herzrhythmusstörungen auslösen. Die nun im Journal of the American Medical Association (JAMA) veröffentlichte DECAF-Studie liefert erstmals randomisierte, belastbare Daten – und sie fällt überraschend positiv aus:

  • Kaffee könnte Herzrhythmusstörungen sogar reduzieren.


Die DECAF-Studie („Does Eliminating Coffee Avoid Fibrillation?“) ist die erste randomisierte klinische Studie, die den Einfluss von koffeinhaltigem Kaffee auf Vorhofflimmern systematisch untersucht. 200 Probanden, alle mit persistierendem Vorhofflimmern oder Vorhofflattern nach Kardioversion, wurden an fünf Kliniken in den USA, Kanada und Australien rekrutiert.

Die Randomisierung erfolgte in zwei Gruppen: eine Gruppe sollte täglich mindestens eine Tasse koffeinhaltigen Kaffee konsumieren, die andere vollständig auf Kaffee und sonstige koffeinhaltige Produkte verzichten. Die Studiendauer betrug sechs Monate.

Der primäre Endpunkt war das Wiederauftreten von Vorhofflimmern oder Vorhofflattern. Das Ergebnis ist eindeutig: In der Kaffeegruppe kam es bei 47 Prozent der Teilnehmenden zu einem Rückfall, in der Abstinenzgruppe hingegen bei 64 Prozent. Die Hazard Ratio von 0,61 zeigt eine signifikante Risikoreduktion um 39 Prozent zugunsten der Kaffeekonsumenten. Weitere Unterschiede fanden sich weder bei unerwünschten Ereignissen noch bei anderen klinischen Parametern.

Die Studie widerlegt damit die lange vertretene Annahme, dass Koffein proarrhythmisch sei. Vielmehr deutet das Ergebnis darauf hin, dass moderate Mengen Kaffee – selbst bei Patienten mit bereits bestehenden Rhythmusstörungen – einen positiven oder zumindest keinen negativen Effekt haben. Interessant ist insbesondere die methodische Stärke: Die randomisierte Anordnung erlaubt wesentlich klarere Schlussfolgerungen als bisherige Beobachtungsstudien, die häufig durch Lebensstilfaktoren verzerrt waren.

Für Studierende, die in intensiven Lern- und Prüfungsphasen auf Kaffee angewiesen sind, bringt die DECAF-Studie eine wissenschaftlich gut abgesicherte Entlastung: Kaffee erhöht das Risiko für Herzrhythmusstörungen nicht – er reduziert es möglicherweise sogar. Der tägliche Konsum einer bis zwei Tassen ist nach aktuellem Stand nicht nur unbedenklich, sondern potenziell gesundheitsförderlich. Die Studie liefert damit ein wichtiges Gegenargument zu verbreiteten Mythen und belegt, wie relevant evidenzbasierte medizinische Erkenntnisse für den Alltag sein können.

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