Erfahrungsbericht
Pali hat es nicht leicht gehabt. Als Schülerin abgestempelt, im Studium mehrfach gescheitert, jahrelang in psychotherapeutischer Behandlung – und trotzdem steht sie heute als Diplom-Juristin da. Auf Instagram, wo sie unter dem Namen „Palat§chinken" eine wachsende Community aufgebaut hat, spricht sie offen über die Schattenseiten des Jurastudiums: über Druck, Versagen, mentale Krisen und die Frage, was es wirklich braucht, um durchzuhalten.
Im folgenden Interview erzählt Palina von ihrem Weg – vom schwierigen Start in der Schule über einen persönlichen Tiefpunkt bis hin zum bestandenen Ersten Staatsexamen. Sie spricht über strukturelle Schwächen im deutschen Rechtssystem, über Resilienz als unterschätzte Kernkompetenz und darüber, warum der Glaube an sich selbst manchmal mehr wert ist als jede Lernstrategie.
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Persönlicher Werdegang
In einem Reel auf Instagram hast du beschrieben, dass du eine „schwierige Schülerin“ warst. Was genau hättest du dir in der Schule anders gewünscht?
Grundsätzlich war ich im dem Sinne eine schwierige Schülerin, weil ich schon immer mit den Noten gekämpft habe. Das Problem war, dass ich vor allem im Gymnasium irgendwann den Stempel des ,,schlechten Schülers’’ hatte und es mir daher sehr schwer fiel, irgendeinen Lehrer oder eine Lehrerin von meinem Können zu überzeugen. Ich hatte oft das Gefühl, dass an meine Klausuren bereits mit einer gewissen negativen Grunderwartung herangegangen wurde, da den LehrerInnen bereits ,,klar’’ war, dass meine Klausur maximal eine 3- wird.
Sicher war ich zwischenzeitlich auch ein fauler Teenager, meine Interessen bestanden hauptsächlich aus Sport und Freizeit. Jedoch habe ich mich oft allein gelassen gefühlt, abgeschoben in die Ecke der ,,Loser’’. Ich hatte oft das Gefühl, dass die LehrerInnen überhaupt kein Interesse daran haben, dass ich bzw. wir SchülerInnen überhaupt etwas verstehen. Hauptsache man ,,brachte den Stoff durch’’. Ich hätte mir zudem gewünscht, dass etwas mehr Augenmerk darauf gelegt worden wäre, warum ich solche Probleme habe oder wie man diese lösen könnte. Es mangelte am Interesse für den Schüler oder die Schülerin als Person selbst. Die Seele kam definitiv zu kurz und wir waren Kinder, man hätte jeden von uns mehr an die Hand nehmen müssen.
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Jura-Studium
Wieso hast du dich nach der Schule für ein klassisches Jurastudium entschieden?
Ich würde sagen, ich habe mich nie für ein Jurastudium entschieden, es ist einfach passiert. Nachdem ich mit 3,1 gerade so mein Abitur in Bayern gepackt habe, wusste ich nicht, was ich überhaupt möchte. Ich wollte Musikerin werden, Sängerin, so wie Beyoncé, das wusste ich. Aber ich wusste auch, dass das sehr unwahrscheinlich ist und diese ,,Flausen’’ wurden mir schnell ausgeredet. Also musste ich mir etwas aus der klassischen Welt der normalen Berufe aussuchen. Ich habe lange über Psychologie oder Soziologie nachgedacht. Für Psychologie hatte ich in Deutschland den Schnitt nicht, daher hätte ich nach Österreich gehen müssen. Soziologie fand ich zwar sehr interessant, hatte jedoch bammel Taxifahrerin zu werden, also kam das auch nicht in Frage. Ich wurde dann von einem Familienmitglied gefragt, wie es denn mit Jura wäre. Mein erster Gedanke hierzu war ,,Ja stimmt! True Crime! Ich liebe True Crime! Und in Jura macht man ja Strafrecht!! Das isses!’’. Das war natürlich unfassbar naiv, aber ich habe mich dann einfach mal dafür eingeschrieben, da Jura in Regensburg keinen NC hatte. Ewig wusste ich nicht, was ich da überhaupt studiere, aber irgendwie hat es mich nicht mehr losgelassen. Ein paar Jahre später bin ich dann tatsächlich Juristin geworden.
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Persönlicher Wendepunkt
Du hast beschrieben, dass dir über viele Jahre hinweg immer wieder gesagt wurde, du würdest es nicht schaffen. Gab es einen konkreten Moment, an dem du entschieden hast, diesen Prognosen nicht mehr zu glauben und deinen eigenen Weg konsequent zu verfolgen?
Ich habe eine Odyssee an Therapiestunden hinter mir. Von 2018 bis 2025 war ich in psychotherapeutischer Behandlung mit unterschiedlichen Methoden. So richtig ,,Klick’’ gemacht hat es jedoch erst im Laufen der letzten beiden Jahre 2024 und 2025. Ende 2022, Anfang 2023 hatte ich meinen Tiefpunkt erreicht und kam in stationäre Behandlung. Danach ging es Schritt für Schritt aufwärts und ich habe immer mehr an Selbstbewusstsein dazu gewonnen. Ich weiß nicht, was genau der Auslöser war, aber im Laufe von 2024 und vor allem 2025 wusste ich, dass ich es schaffen kann, egal was andere sagen. Ich habe ein inneres Urvertrauen in mich entwickelt und immer ganz tief in mich hineingehört. Dort saß die Antwort immer schon bereit, zu mir zu sprechen. Ich bin tendenziell auch ein sehr esoterischer Mensch, weswegen ich davon überzeugt bin, dass man mit Energien und einer optimistischen und positiven Grundeinstellung sehr viel erreichen kann. Aus der Grundeinstellung resultierte der Wille es zu schaffen, aus dem Willen resultierte der Biss und der Ehrgeiz, das ganze auch durchzuziehen. Ich wollte meinem früheren Ich beweisen, dass ich es schaffen kann, wenn ich es will. Es wäre gelogen zu sagen, ich habe es nur meinetwegen gemacht. Natürlich waren auch 2-3% dabei, die alle, die an mir gezweifelt haben, vom Gegenteil überzeugen wollten. Ein bisschen ,,pettiness’’ war demnach natürlich auch dabei. Hauptpunkt war jedoch, dass ich mir dachte ,,Pali, nur du kennst dich am besten. Nur du weißt, was dein Bauch dir sagt. Nur du weißt die Antwort zu all den Fragen. Nur du kannst die Zweifel unbegründet werden lassen.’’
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Selbstbild vs. Fremdbild
Du wurdest akademisch lange unterschätzt und hattest selbst keine konstant guten Noten. Wie hat sich dein eigenes Selbstbild im Laufe des Jurastudiums verändert, insbesondere während der Examensvorbereitung?
So richtig verbessert hat sich das erst im Laufe der Examensvorbereitung im Uni Klausurenkurs. Jede Woche ein Feedback zu bekommen war sehr wichtig für mich, damit ich nicht das Gefühl hatte, im Dunkeln zu tapsen. Anfangs bin ich natürlich in der ein oder anderen durchgefallen, aber die letzten 6-9 Monate vor dem Examen bin ich quasi nicht mehr durchgefallen. Ich glaube, es war die letzte Klausur vor dem Examen in der ich mit 3 Punkten nochmal durchgefallen bin. Ich hatte davor nie 14 oder 15 Punkte, aber immer sehr solide irgendwas zwischen 6 und 10, einmal auch 13, sodass ich eine gewissen Sicherheit entwickelt habe, dass ich auch mit einem sehr komischen Sachverhalt oder Rechtsgebieten, die ich nicht so gut beherrsche immer etwas anfangen kann und nicht mehr aus Prinzip die 2 Punkte abgebe. Dadurch veränderte sich natürlich auch mein Selbstbild von ,,Eigentlich kann ichs nicht’’ zu ,,Eigentlich kann ichs sehr wohl’’.
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Umgang mit wiederholtem Scheitern
Du bist mehrfach durch Hausarbeiten, Scheinklausuren und sogar durch Teile der Zwischenprüfung gefallen.
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Wie bist du mental damit umgegangen, immer wieder Rückschläge zu erleben, ohne die langfristige Motivation zu verlieren?
Ich würde lügen, wenn ich sage, dass es mich kalt gelassen hat. Ganz und gar nicht. Ich bin mir auch ziemlich sicher, dass diese Erlebnisse meine Krankheit und ihre Symptome massiv verschlechtert haben und definitiv nichts dazu beigetragen haben, dass mein mentaler Zustand sich irgendwie verbessert hat. Ganz im Gegenteil. Ich hatte zeitweise auch die Motivation verloren, konnte mich aber irgendwie immer wieder aufrappel. Vielleicht war ich naiv und hatte Glück, vielleicht habe ich aber auch einfach wirklich sehr sehr hart gekämpft.
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Was würdest du rückblickend anders machen?
Ich würde zunächst nie wieder Jura studieren, vor allem nicht, wenn man mental nicht stabil ist. Dieses Studium ist für kaum jemanden locker fluffig nebenbei machbar. Es geht uns allen an die Substanz. Wenn man da sehr labil ist, kann das schnell in einer massiven Krise enden. Weiter würde ich versuchen, von Anfang an zu verstehen. Nicht auswendig lernen, sondern verstehen. Es bringt einem im Examen wenig, wenn man auswendig das Schema für einen einstweiligen Rechtsschutz runterschreiben, aber nicht mit eigenen Worten beschreiben kann, was und für was das eigentlich ist. Ich würde mir vorab immer die Frage stellen: ,,Für was ist dieses Rechtsmittel genau gedacht? Was ist das Ziel und wie sieht so eine Situation im echten Leben aus?’’
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Hast du jemals daran gedacht, doch etwas anders zu studieren oder sogar eine Ausbildung zu machen?
Zwischenzeitlich habe ich überlegt, BWL zu wechseln (shame on me), aber so richtig ans Abbrechen habe ich nie gedacht, nein.
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Realität der Examensvorbereitung
Du hast die Examensvorbereitung als „puren Pain“ beschrieben. Was waren konkret die größten Herausforderungen in dieser Phase, und was hat dir geholfen, trotzdem weiterzumachen?
Das Schlimmste war diese gefühlte Endlosigkeit. Man wusste natürlich, dass es in meinem Fall im September so weit ist, aber es hat sich so endlos angefühlt und gleichzeitig ist die Zeit jedoch so schnell verflogen, dass ich manchmal Panik hatte, ich würde mit meinem Lernplan nicht fertig werden. Die Tatsache, dass alles auf diese 6 Klausuren reduziert werden, empfand ich auch als extrem belastend.
Ebenso jeden Tag in dieser stickigen Bibliothek zu sitzen, auf diesen unfassbar unbequemen Stühlen war eine Zumutung. Ich war Montag bis Samstag jeweils von 8 bis ca.18 Uhr da, habe einmal die Woche in der Bib eine Klausur geschrieben, aber auch nur weil ich mich zuhause einfach nicht konzentrieren kann. Manchmal bin ich auch früher nach Hause gegangen oder etwas später gekommen. Mir war es wichtig, in dieser Zeit sehr auf meinen Körper zu hören. Sobald ich Kopfschmerzen hatte und zu starke Rückenschmerzen, bin ich nach Hause gegangen und habe mich ausgeruht. Meistens in Form von Liegen, Essen und Trash-TV konsumieren. Man erzielt keinen Lerneffekt, wenn der Körper zu erschöpft ist. Der Rückhalt durch meine Freunde, Familie, meinen Partner und meine Hündin damals hat mich massiv gestärkt. Zudem habe ich im Uni-Klausurenkurs eine neue Freundin dazugewonnen, sodass wir einfach gemeinsam durch diese unfassbar anstrengende und zermürbende Zeit gegangen sind.
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Leistungsfähigkeit und Examenssystem
Du hast betont, dass das Staatsexamen kein reiner Nachweis der eigenen Leistungsfähigkeit ist, sondern von vielen externen Faktoren abhängt. Welche strukturellen Schwächen siehst du im aktuellen Bewertungssystem der juristischen Ausbildung?
Die größte Schwäche meiner Meinung nach ist, dass das Examen eine Momentaufnahme ist. Alle Leistungen davor sind irrelevant, es kommt lediglich auf deine Leistung an diesen 6 Tagen an. Es ist eine sehr spezifische Wissensabfrage in kürzester Zeit, nämlich 5 Stunden pro Klausur. Es ist nicht möglich, auf diese Art und Weise zu zeigen, was man alles kann. Klar kommt noch der Schwerpunkt hinzu, sowie die mündliche Prüfung. Aber alle Scheinklausuren und Punkte, die man zuvor gesammelt hat, sind im Endeffekt wertlos. Das ist bei Bachelor Studiengängen nicht der Fall, sodass die Erfolge und Leistungen, die man während des Studiums erbringt, nicht ,,für die Katz’’ sind. Die Scheinfreiheit ist lediglich das Eintrittsticket zum Staatsexamen. Meiner Ansicht nach ist diese Momentaufnahme einfach nicht wirklich aussagekräftig. Würden mehr Klausuren aus der Zeit zuvor in die Gesamtnote mit einfließen, würden final bessere Endnoten herauskommen. Das wäre beispielsweise eine Möglichkeit, dem massiven Richtermangel entgegenzukommen.
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Bedeutung von Resilienz im Jurastudium
Dein Werdegang zeigt, dass Durchhaltevermögen eine entscheidende Rolle gespielt hat. Welche Bedeutung hat aus deiner Sicht mentale Stärke im Vergleich zu reiner intellektueller Begabung im Jurastudium?
Massiv. Eine Massive Bedeutung. Recht deutlicher kann ich es gar nicht sagen. Die mentale Stärke und Stabilität der Studierenden ist essentiell das gesamte Studium und zum Schluss den Supergau namens Staatsexamen durchzustehen. Nicht umsonst werden viele zu KettenraucherInnen, trinken zu viel Alkohol oder brauchen ab einem gewissen Punkt Psychopharmaka. Hinzu kommt der Druck nicht in Psychotherapie zu gehen, da ansonsten die Möglichkeit zum Staat zu gehen in Gefahr ist.
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Umgang mit negativen Prognosen durch Autoritätspersonen
Dir wurde sowohl von Lehrern als auch von Personen im juristischen Umfeld konkret davon abgeraten, den Weg weiterzugehen. Wie sollte man als Studierende:r mit solchen Einschätzungen umgehen, insbesondere wenn sie von Autoritätspersonen kommen?
Man sollte sie nicht komplett ignorieren, oft haben diese Menschen eine gewisse Erfahrung und können einen besser einschätzen. Aber ehrlich gesagt denke ich nicht, dass man diesen Warnungen und Einschätzungen zu viel Gewicht geben sollte und schon gar nicht zur einzigen Überlegung für die Entscheidung nutzen. Das eigene Bauchgefühl weiß immer am besten, ob man etwas schafft oder nicht. Tief innen in einem drin, weiß man die Antwort.
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Strategische Perspektive auf den Studienerfolg
Rückblickend betrachtet: Gab es bestimmte Lernstrategien, Denkweisen oder Gewohnheiten, die für deinen Erfolg im Examen entscheidend waren, obwohl du dich selbst lange als durchschnittliche Studentin eingeordnet hast?
Mir persönlich hat es wahnsinnig geholfen zu jedem Themengebiet vor dem Lernen zu brainstormen. Ich habe mir ein blankes Blatt Papier genommen, in die Mitte das Oberthema geschrieben, z.B. Stellvertretung §§ 164 ff. BGB und dann Mindmap mäßig alles aufgeschrieben, was mir dazu eingefallen ist. Zusätzlich haben mir straffe Routinen geholfen und einen Plan mit Überblick. Ich habe meistens 2 Rechtsgebiete pro Tag gelernt, mit ausreichend Pausen. Das Wichtigste meiner Meinung nach ist jedoch Schlaf. Ich habe jede Nacht 8-9 Stunden geschlafen und auch nur dann war ich voll leistungsfähig. Zudem ist die regelmäßige Wiederholung essentiell, sonst vergisst man leider alles.
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Botschaft an Studierende in einer ähnlichen Situation
Viele Jurastudierende befinden sich aktuell in einer Phase des Zweifelns, insbesondere nach nicht bestandenen Klausuren oder schlechten Noten. Was würdest du konkret jemandem sagen, der gerade kurz davor ist, aufzugeben?
Keep going. Ich weiß es ist unfassbar hart und es frustriert einen ungemein. Aber wenn der Wille da ist, ist auch ein Weg da. Das sind manchmal dumme Sprichwörter, aber sie sind oft einfach passend. Ruh dich aus, analysiere woran es lag und habe nie Angst, nach Hilfe zu fragen.
Wann sollte man deiner Meinung nach das Jura-Studium wirklich abbrechen?
Ich denke, ein Abbruch ist immer dann die beste Entscheidung, wenn der Wille, dieses Studium und vor allem später einen Beruf im rechtlichen Bereich auszuüben, nicht oder nicht mehr gegeben ist. Das ist verschwendete Zeit. Man sollte nur das machen, worauf man auch Bock hat. Ansonsten geht die Gesundheit immer vor, sodass eine körperliche oder mentale Überforderung oder Krankheit ebenso immer einen Grund darstellen.
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Bedeutung des Examens für die eigene Identität
Jetzt, nachdem du dein erstes Staatsexamen bestanden hast und offiziell Diplom-Juristin bist: Was bedeutet dieser Abschluss für dich persönlich – insbesondere vor dem Hintergrund deiner bisherigen akademischen Erfahrungen?
Es ist schon ein großes Ding für mich. Manchmal seh ich mir Kinderbilder von mir an und kann es dann kaum glauben, dass dieser Knirps jetzt ernsthaft Juristin ist. Klar ist das nicht alles im Leben, aber ich würde lügen, wenn ich sagen würde, dass es mich nicht enorm stolz macht. Es hat mir gezeigt, dass ich trotz des unfassbaren Gegenwindes am Ende am Ziel angekommen bin und ich einfach beißen und mehr schaffen kann, als ich mir zutraue.
Wie sehen deine nächsten Schritte aus: planst du eine Karriere als Jura-Influencerin oder strebst du den klassischen Weg über das Referendariat an?
Da ich Anwältin werden will, muss ich das Referendariat machen. Pali wird dennoch weiterleben und ,,influencen’’. Ich denke man kann beides gut verbinden, das habe ich bei einigen Content Creators aus der Jura Bubble auch schon gesehen.
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Verbesserungsvorschläge für das Jurastudium
Welche strukturellen Veränderungen wünschst du dir für das Jurastudium, insbesondere mit Blick auf zukünftige Generationen von Jurastudierenden?
Den integrierten Bachelor of Law an allen Unis. Periodt. Und vielleicht wieder Möglichkeiten, im Examen mehr abzuschichten, um etwas mehr Zeit zwischen den Prüfungen zu haben.

