Das Jura-Examen im Bundesländervergleich: Wo ist es am härtesten, wo am einfachsten – und wer hat das Beste jemals geschrieben?

Das Jura-Examen im Bundesländervergleich: Wo ist es am härtesten, wo am einfachsten – und wer hat das Beste jemals geschrieben?

Das juristische Staatsexamen gilt als eine der anspruchsvollsten Prüfungen im deutschen Bildungssystem. Wer Jura studiert, weiß: Am Ende entscheiden wenige Klausuren über eine ganze Karriere. Was viele dabei nicht wissen: Je nachdem, in welchem Bundesland man die Prüfung ablegt, sind die Chancen statistisch gesehen sehr unterschiedlich. Dieser Beitrag zeigt, wo das Examen besonders hart ist, wo es vergleichsweise einfacher ausgeht – und wer die beeindruckendsten Leistungen in der Geschichte des deutschen Rechtsstudiums erzielt hat.

 

Wo ist das Jura-Examen am schwersten?

Gemessen an der Durchfallquote im Ersten Staatsexamen stechen Brandenburg, Bremen und Sachsen seit Jahren als besonders harte Prüfungsstandorte hervor. Laut den Daten des Bundesamts für Justiz fallen in diesen Bundesländern zwischen 32 und über 40 Prozent der Kandidatinnen und Kandidaten durch den staatlichen Pflichtfachteil – deutlich mehr als der bundesweite Durchschnitt, der 2023 bei rund 27,5 Prozent lag.

Auch Schleswig-Holstein fällt regelmäßig auf: Im Zweiten Staatsexamen liegt die Durchfallquote dort bei über 24 Prozent, was im nationalen Vergleich einen der schlechtesten Werte darstellt. Wer also in diesen Ländern zum Examen antritt, braucht nicht nur solides Wissen, sondern auch starke Nerven.

Hinzu kommt ein struktureller Faktor: Die Bestehensquoten im Ersten Examen sind in manchen Bundesländern deshalb niedrig, weil die Prüfungsbedingungen, die Klausurformate und die Korrekturmaßstäbe bundeslandspezifisch geregelt sind. Es gibt kein bundeseinheitliches Examen – jedes Land stellt eigene Aufgaben, legt eigene Maßstäbe fest und korrigiert nach eigenen Gepflogenheiten.

 

Wo ist das Jura-Examen am einfachsten?

Wer nach den besten Erfolgsquoten sucht, landet bei Berlin, Thüringen, Hamburg und dem Saarland. In diesen Bundesländern liegt die Bestehensquote beim staatlichen Prüfungsteil des Ersten Staatsexamens deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Berlin erreichte zuletzt eine Bestehensquote von rund 82 Prozent, Thüringen von gut 82 Prozent, das Saarland von rund 81 Prozent und Hamburg von über 80 Prozent.

Auch beim Zweiten Staatsexamen führt Thüringen die bundesweite Tabelle an: Dort bestehen rund 94 Prozent der Referendarinnen und Referendare das Assessorexamen. In Hamburg und Hessen liegen die Bestehensquoten im zweiten Examen ebenfalls über 90 Prozent. Berlin fällt zudem durch besonders gute Notenverteilungen auf: Laut BfJ-Statistik 2021 erzielte fast die Hälfte der Berliner Erstkandidatinnen und -kandidaten ein „vollbefriedigend" oder besser – ein Spitzenwert im Bundesvergleich.

Wichtig ist der Hinweis: Einfacher bedeutet hier nicht, dass kein Wissen gefragt wäre. Es bedeutet, dass die statistischen Bedingungen für Kandidatinnen und Kandidaten in diesen Ländern strukturell günstiger sind. Wer strategisch vorgeht und seinen Studienort bewusst wählen kann, sollte diese Daten in die Überlegung einbeziehen.

 

Das beste Jura-Examen aller Zeiten

Die Note „sehr gut" – das sind 14 bis 18 Punkte auf der Notenskala – ist im juristischen Staatsexamen eine absolute Ausnahmeerscheinung. Bundesweit wird sie statistisch nur von etwa einem von tausend Prüflingen erreicht. Wer sie schafft, schreibt Examensgeschichte.

Für Bayern gilt bis heute der Name Philipp Scheibenpflug als Maßstab. Der Passauer Jurastudent legte beim Examenstermin 2010/II mit 16,35 von 18 möglichen Punkten das beste Ergebnis ab, das seit Beginn der amtlichen statistischen Erfassung des bayerischen Landesjustizprüfungsamts im Jahr 1987 je registriert wurde.

Bemerkenswert: Er bereitete sich ausschließlich mit dem kostenfreien Examenskurs seiner Universität vor, ohne kostenpflichtige kommerzielle Repetitorien.

In Baden-Württemberg hält Stefan Thönissen den Rekord: Der Freiburger Student erzielte 15,66 Punkte im Ersten Staatsexamen – ebenfalls die beste Note, die in der Geschichte Baden-Württembergs je vergeben wurde. Beeindruckend dabei: Thönissen legte das Examen mit 21 Jahren in der Regelstudienzeit ab.

Auf institutioneller Ebene sorgte die Bucerius Law School in Hamburg für Aufsehen, als im Examensdurchgang 2022 gleich drei Studierende des Jahrgangs 2017 die Erste Juristische Prüfung mit der Note „sehr gut" abschlossen – Mats Leverenz, Leonie Schwannecke und Dávid Takács. Laut Justizprüfungsamt Hamburg belegten sie die Plätze eins bis drei ihres Durchgangs. Eine solche Häufung von Bestnoten in einem einzigen Durchgang einer einzigen Hochschule ist bundesweit historisch einmalig.

Diese Leistungen machen deutlich, was möglich ist – und gleichzeitig, wie selten solche Ausnahmen sind. Das juristische Staatsexamen bleibt eine der härtesten akademischen Prüfungen Deutschlands, egal in welchem Bundesland.

Die Statistik zeigt jedoch: Wer weiß, wo und wie man optimal vorbereitet ist, kann die strukturellen Bedingungen zu seinen Gunsten nutzen.

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LSG Performance System

Das 5-Stufen-Modell zur Examenssicherheit

Das LSG Performance System ist ein strukturiertes Leistungsmodell für die strategische Examensvorbereitung. Es verbindet juristische Methodik, Klausurtechnik und mentale Stabilität zu einem klar definierten Gesamtsystem. Ziel ist nicht, „mehr“ zu lernen, sondern richtig zu priorisieren, sauber zu strukturieren und Leistung reproduzierbar abzurufen.

Struktur

Stufe 1 des LSG Performance Systems bildet die strukturelle Grundlage einer strategisch ausgerichteten Examensvorbereitung. Im Zentrum steht die präzise Analyse des individuellen Wissensstands und dessen Überführung in ein klar definiertes, belastbares System. Anstelle einer bloßen Wissensakkumulation erfolgt eine gezielte Ordnung und Priorisierung entlang der tatsächlichen Examensrelevanz. Die Methodik setzt auf eine konsequente Stoffpriorisierung. Maßgeblich ist nicht die Quantität des bearbeiteten Materials, sondern die Identifikation regelmäßig klausurprägender Themen. Aufbauend darauf werden strukturierte Prüfungsschemata entwickelt, die sowohl im Gutachtenstil als auch in der Schwerpunktsetzung Sicherheit gewährleisten. Fragmentiertes Detailwissen wird in eine systematische Gesamtstruktur integriert, wodurch Transparenz, Wiederholbarkeit und methodische Stabilität entstehen. Das Resultat ist ein tragfähiges Fundament für die weitere Examensvorbereitung. Durch die klare Systematisierung wird Effizienz gesteigert, die inhaltliche Fokussierung geschärft und die Grundlage für eine reproduzierbare Leistungsfähigkeit unter Prüfungsbedingungen geschaffen.

Systemverständnis

Stufe 2 des LSG Performance Systems vertieft die methodische Durchdringung juristischer Zusammenhänge. Aufbauend auf der strukturellen Ordnung aus Stufe 1 geht es nun nicht mehr primär um Priorisierung, sondern um inhaltliche Vernetzung und dogmatisches Verständnis. Ziel ist es, Normen nicht isoliert zu lernen, sondern sie im systematischen Kontext des jeweiligen Rechtsgebiets zu erfassen. Im Mittelpunkt steht die Fähigkeit, klausurprägende Problemkonstellationen frühzeitig zu erkennen und rechtlich einzuordnen. Juristische Fragestellungen werden nicht mechanisch abgearbeitet, sondern argumentativ entwickelt. Dabei wird besonderes Gewicht auf die saubere Herleitung von Streitständen, die Einbettung in die Systematik des Gesetzes sowie die konsistente Anwendung des Gutachtenstils gelegt. Durch die bewusste Verknüpfung von Tatbestandsmerkmalen, Wertungsfragen und Konkurrenzverhältnissen entsteht ein belastbares Verständnis für die innere Logik des Strafrechts. Dieses Systemverständnis schafft die Grundlage für argumentative Sicherheit, differenzierte Schwerpunktsetzung und eine präzise Subsumtion unter Prüfungsbedingungen. Ergebnis dieser Stufe ist nicht nur Wissenssicherheit, sondern methodische Souveränität.

Klausurtechnik

Stufe 3 des LSG Performance Systems überführt das aufgebaute Struktur- und Systemverständnis in konkrete Prüfungsleistung. Im Zentrum steht die präzise Umsetzung juristischen Denkens unter realistischen Klausurbedingungen. Wissen allein ist nicht entscheidend, sondern dessen taktisch saubere Anwendung. Die Methodik fokussiert eine stringente Schwerpunktsetzung, die klare Identifikation klausurtragender Probleme sowie eine konsequente Ausrichtung an der Punktelogik der Prüfung. Zeitmanagement wird nicht isoliert trainiert, sondern als integraler Bestandteil der Bearbeitungsstrategie verstanden. Jede Norm, jedes Problem und jede Argumentation erhält ihren funktionalen Platz innerhalb eines ökonomisch durchdachten Aufbaus. Besonderes Gewicht liegt auf der Subsumtionstechnik. Argumentative Präzision, sprachliche Klarheit und systematische Herleitung stehen im Vordergrund. Gleichzeitig wird der strategische Umgang mit Konkurrenzfragen, Beteiligungsformen und Problemverdichtungen geschult, um auch komplexe Sachverhalte strukturiert zu bewältigen. Das Ergebnis dieser Stufe ist operative Souveränität. Die Bearbeitung erfolgt nicht mehr reaktiv, sondern kontrolliert und zielgerichtet. Klausurtechnik wird zur reproduzierbaren Kompetenz, die unter Zeitdruck tragfähig bleibt.

Druckresistenz

Stufe 4 des LSG Performance Systems adressiert einen entscheidenden Leistungsfaktor, der in der klassischen Examensvorbereitung häufig unterschätzt wird: die Stabilität unter Belastung. Juristische Kompetenz entfaltet ihren Wert erst dann vollständig, wenn sie auch unter Zeitdruck, Unsicherheit und psychischer Anspannung zuverlässig abrufbar bleibt. In dieser Phase wird die Fähigkeit entwickelt, in Prüfungssituationen handlungsfähig und fokussiert zu bleiben. Mentale Stabilität wird nicht als abstraktes Persönlichkeitsmerkmal verstanden, sondern als trainierbare Kompetenz. Dazu gehören der kontrollierte Umgang mit Zeitdruck, die strukturierte Bewältigung unerwarteter Problemstellungen sowie die Fähigkeit, trotz komplexer Sachverhalte einen klaren gedanklichen Rahmen aufrechtzuerhalten. Besonderes Augenmerk liegt auf der Selbststeuerung während der Klausurbearbeitung. Entscheidungsfähigkeit, Priorisierung und Konzentration werden bewusst geschult, um typische Leistungsabbrüche zu vermeiden. Ziel ist es, nicht nur fachlich vorbereitet zu sein, sondern auch in der konkreten Prüfungssituation souverän zu agieren. Das Ergebnis dieser Stufe ist eine belastbare Performancefähigkeit. Wissen, Technik und Struktur werden unter realistischen Bedingungen stabilisiert, sodass die Examensleistung nicht von Tagesform, sondern von kontrollierter Umsetzung abhängt.

Strategie

Stufe 5 des LSG Performance Systems bündelt Struktur, Systemverständnis, Technik und mentale Stabilität in einer klar definierten Gesamtstrategie. Das Examen wird nicht als isolierte Prüfungsphase betrachtet, sondern als strategisches Projekt mit klarer Zieldefinition, Zeitplanung und Risikosteuerung. Im Mittelpunkt steht die individuelle Ausrichtung der Vorbereitung. Auf Basis der bisherigen Leistungsentwicklung werden realistische Zielmarken definiert und taktische Entscheidungen getroffen. Dazu gehören die gezielte Schwerpunktsetzung in der Wiederholungsphase, die bewusste Auswahl von Trainingsklausuren sowie die Feinjustierung der eigenen Bearbeitungsstrategie. Die Examensvorbereitung wird damit von einem reaktiven Lernprozess zu einem planbaren Steuerungsprozess. Zugleich wird die finale Phase der Vorbereitung systematisch strukturiert. Wiederholungszyklen werden optimiert, typische Schwachstellen gezielt adressiert und Leistungsreserven identifiziert. Ziel ist es, Unsicherheiten vor dem Examen zu minimieren und eine klare innere Orientierung für die Prüfungstage zu schaffen. Das Ergebnis dieser Stufe ist strategische Klarheit. Die Examensleistung basiert nicht auf Zufall oder kurzfristiger Motivation, sondern auf einer bewusst entwickelten, individuell abgestimmten Gesamtstrategie.

LSG Career

Wie läuft das ab?

Unsere Lernberatung ist darauf ausgelegt, dich Schritt für Schritt dabei zu unterstützen, dein Studium optimal zu gestalten und deine Ziele zu erreichen. Der Ablauf ist klar strukturiert und individuell auf deine Bedürfnisse abgestimmt, sodass du gezielt die Unterstützung erhältst, die du brauchst.
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Buche ganz einfach einen Termin für deine individuelle Lernberatung. In unserem Buchungssystem kannst du uns bereits deine Wünsche und Herausforderungen mitteilen. So können wir uns optimal auf dich vorbereiten. Je mehr Informationen du uns bei der Buchung mitteilst, desto besser können wir uns vorbereiten. Lade wichtige Dokumente schon bei der Buchung hoch, sodass wir diese Dokumente bereits vor dem Gespräch analysieren können.

2. Schritt

Persönliche Beratung

Wir nehmen uns Zeit, um deine Situation genau zu analysieren. Bereits vor dem Gespräch bereiten wir uns intensiv auf deine Anliegen vor und erarbeiten erste Lösungsansätze. In der Beratung gehen wir dann gezielt auf deine Fragen ein, besprechen mögliche Strategien, um deine Ziele effizient zu erreichen. Auch nach dem Gespräch überarbeiten wir unsere Empfehlungen, damit du eine klare Orientierung für deine nächsten Schritte hast.

3. Schritt

Neue Perspektiven

Unsere Beratung gibt dir nicht nur Antworten, sondern auch eine neue Perspektive auf dein Studium. Du wirst Klarheit darüber gewinnen, wie du deine Studienzeit optimal gestaltest und Herausforderungen souverän meisterst. Und falls du später noch Fragen hast – wir stehen dir weiterhin zur Seite.

LSG Career

Häufig gestellte Fragen

Die Beratung erfolgt in drei Schritten. Zunächst buchst du einen Termin und teilst uns deine Wünsche und Anliegen mit, damit wir uns gezielt auf das Gespräch vorbereiten können. In der intensiven Beratung analysieren wir gemeinsam deine aktuelle Situation, besprechen Herausforderungen und erarbeiten individuelle Lösungsstrategien, die zu deinen Zielen passen. Anschließend erhältst du eine strukturierte Nachbereitung mit den wichtigsten Erkenntnissen und Empfehlungen. Falls nach der Beratung noch Fragen auftauchen, kannst du uns jederzeit kontaktieren – wir stehen dir weiterhin zur Seite.

Die Examensberatung gibt dir Orientierung und hilft dir, deine Vorbereitung klar und strukturiert anzugehen. Du erhältst konkrete Strategien für effektive Lernmethoden, realistische Zeitplanung und eine sinnvolle Priorisierung der Prüfungsinhalte. Außerdem kannst du Unsicherheiten rund um die Examensphase klären und herausfinden, welche Schritte jetzt wirklich entscheidend für deinen Erfolg sind.

Unsere Examensberatung richtet sich an alle Jurastudierenden – egal ob du kurz vor dem Examen stehst, bereits mitten in der Vorbereitung bist oder nach einer gescheiterten Prüfung neu durchstarten möchtest. Wir unterstützen dich dabei, Struktur in deine Vorbereitung zu bringen, die richtigen Prioritäten zu setzen und einen realistischen, effektiven Lernplan zu entwickeln. So gewinnst du Klarheit, Sicherheit und eine Strategie, mit der du dein Examen selbstbewusst angehen kannst.

Es hilft, wenn du dir vorher überlegst, welche Fragen oder Probleme du besprechen möchtest. Falls du konkrete Herausforderungen hast (z. B. Zeitmanagement oder Prüfungsstress), kannst du bereits eine Liste deiner bisherigen Strategien und Schwierigkeiten mitbringen.

Eine Sitzung dauert in der Regel 60 Minuten. Falls du ein ausführlicheres Gespräch benötigst, bieten wir auch längere Beratungen an.

Ja! Nach der Beratung stehen wir dir weiterhin für Rückfragen zur Verfügung. Falls du eine längere Begleitung möchtest, können wir eine weiterführende Beratung individuell vereinbaren.

Ja, wenn du regelmäßige Unterstützung möchtest, bieten wir auch fortlaufende Beratungen an. Sprich uns einfach darauf an.

Wir analysieren deine bisherigen Lernstrategien und helfen dir, effizientere Methoden zu entwickeln. Dazu gehören Techniken für bessere Konzentration, Zeitmanagement und effektives Lernen.